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„Freunde von Lacoma“:
 
     
 
Baumbesetzungen
 
     
 
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Pressemitteilung der „Freunde von Lacoma“, 24.09.07

 
 
8 Tage Baumbesetzungen in Lacoma / „Tschüß Vattenfall“- Kampagne in Hamburg gestartet /
Proteste in Stockholm / Unterstützung aus der und für die Lausitz
 
     
 

Am letzten Mittwoch wurde in Hamburg die „Tschüß Vattenfall“-Kampagne gestartet, mit der Kunden und Kundinnen von Vattenfall beraten und zu einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter überzeugt werden sollen. Die „Freunde von Lacoma“ unterstützen das Projekt. Die Baumbesetzungen in Lacoma finden derzeit am 8. Tag statt, diese werden mit Aktionen in Stockholm unterstützt.

Am Mittwoch, den 19. September, ist in einer Pressekonferenz in Hamburg der Startschuß für die „Tschüß Vattenfall“-Kampagne gegeben worden. Mit professioneller Beratung und einem Kampagnenbüro soll zunächst in Hamburg und später auch bundesweit über den Konzern und seine Energiepolitik informiert werden.

Dazu erklärt Daniel Häfner, Sprecher der „Freunde von Lacoma“: „In den Metropolen Hamburg und Berlin beginnt es zu brodeln. Bereits jetzt haben in den letzten Monaten mehr als 100.000 Kunden Vattenfall als Stromanbieter den Rücken gekehrt.“ Sie wenden sich damit gegen die falsche Energiepolitik des Konzerns, der einer der größten Klimasünder Deutschlands ist.

Die Baumbesetzungen gegen die Zerstörung der Lacomaer Teiche werden unterdessen seit acht Tagen aufrecht erhalten. In Stockholm fanden bereits mehrere Solidaritätsaktionen statt, um auch die schwedische Öffentlichkeit auf das verheerende Vorgehen Vattenfalls in Deutschland aufmerksam zu machen. „Die Baumbesetzungen, die Solidaritätsaktionen in Stockholm, die Eröffnung des ersten „Tschüss Vattenfall“-Büros in Hamburg und die vielen Aktionen der letzten Monate in Berlin, Hamburg und Umgebung sind Teile einer großen Kampagne gegen die verfehlte Politik Vattenfalls. Der Druck auf den Konzern, seine Energiepolitik zu ändern, wird deutlich größer.“, sagt Arne Haag von ROBIN WOOD.

Häfner weiter: „Viele Menschen wollen den Strom von Vattenfall nicht mehr. Damit wird Vattenfall früher oder später auf seinem Strom sitzen bleiben. Der Aufschluss neuer Tagebaue in der Lausitz und die damit verbundene Zerstörung von Landschaft und Dörfern wird von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt.“ Rund 67 Prozent der Deutschen hatten sich Ende August in einer Forsa-Umfrage gegen die Errichtung neuer Kohlekraftwerke ausgesprochen. „Jeder kann in 5 Minuten zu einem Ökostromanbieter wechseln und damit selbst etwas tun.“ ergänzt Häfner.

Die professionelle Kampagne „Tschüss Vattenfall“ ist initiiert worden, um der Energiepolitik des Konzerns Wissen und Strukturen entgegensetzen zu können. Alle Bürgerinnen, Bürger und Umweltverbände sind zur Teilnahme aufgerufen worden. Die Kampagne wird bundesweit vernetzt sein und soll auch die verschiedenen Bürgerinitiativen gegen Vattenfall vernetzen.

Weitere Informationen unter:  www.lacoma-bleibt.de |  www.robinwood.de |  www.lacoma.info

Ansprechpartner:   Daniel Häfner,  „Freunde von Lacoma“, Tel. 0179-6719016
                             Arne Haag,        ROBIN WOOD,         Tel. 0171-8359515
                             Hanna Poddig, „Tschüß Vattenfall“,       Tel. 0175-9767027

 
     
     
  Pressemitteilung der „Freunde von Lacoma“, 21.09.07  
 

5 Tage Baumbesetzungen / Lacoma Gerichtsverfahren / Schnupperklettern in Lacoma

Die Baumbesetzungen aus Protest gegen die Zerstörung der Teichlandschaft von Lacoma halten unvermindert an. Die „Freunde von Lacoma“ sehen die Aarhus-Konvention bei den Gerichtsentscheidungen zu Lacoma verletzt. Aus Protest gegen die drohende Zerstörung der Teichlandschaft von Lacoma und des Hammergrabens durch den Tagebau Cottbus-Nord hatten am Montag rund ein Dutzend Umweltaktivist_innen der „Freunde von Lacoma“ und von ROBIN WOOD Bäume besetzt. Dies geschah an mehr als 6 Standorten am ca. 8km langen Hammergraben. Seit dem Ende der Wachstumsperiode am 16.09. darf der Energieriese Vattenfall das ehemalige Naturschutzgebiet zerstören.

„Diese Zerstörung ist nicht legitim.“ sagt Daniel Häfner, Sprecher der „Freunde von Lacoma“.
„Unsere gewalt- und zerstörungsfreien Proteste sollen den Blick auf das Zerstörungswerk Vattenfalls in Lacoma und der Lausitz richten. Sie sind unbefristet.“

Die GRÜNE LIGA musste auch aus finanziellen Gründen die Klagen gegen die Inanspruchnahme der Lacomaer Teichlandschaft durch den Tagebau zurückziehen.

„Wie soll denn ein normaler Mensch Gerechtigkeit gegen einen Konzern wie Vattenfall erlangen, wenn sich dies nicht einmal ein Klagebündnis aus mehreren Organisationen leisten kann? Ich sehe hier die Aarhus-Konvention verletzt.“

Die Konvention soll den freien Zugang zu Gerichten in ökologischen Fragen ermöglichen. Vattenfall hatte in dem Verfahren vor dem OVG Berlin/Brandenburg Experten für ca. 50.000 Euro beauftragt, deren Kosten die GRÜNE LIGA zusätzlich bei Verlust des Verfahrens hätte tragen müssen.

„Hier sehe ich die ökologische Gerechtigkeit verletzt, wenn ein Großkonzern Gerichtskosten in beliebige Höhen treiben kann. So kann mit viel Geld jede juristische Auseinandersetzung ausgehebelt werden.“

Am Sonntag ab 14.00 Uhr bietet ROBIN WOOD ein Schnupperklettern für Neugierige in Lacoma am Storchennest an.

Weitere Informationen unter:  www.lacoma-bleibt.de |  www.robinwood.de |  www.lacoma.info

Ansprechpartner:   Daniel Häfner, Freunde von Lacoma, Tel. 0179-6719016
                             Arne Haag,     ROBIN WOOD,        Tel. 0171-8359515

 

 
 
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